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Geistliche Briefe.
dahin ist wunderlich, aber das Ende herrlich.O wie so arm, und o wie so reich wird unserGeist seyn, wann er außer GOtt nichts mehrhaben wird! Amen, HErr! das erfülle baldin uns!
Gewiß ist es so, lieber Bruder, wie duin einem deiner Briefe meldest, daß vielesdazu gehöret, um GOrr zu lieben obneeigene Abstcbr. Allein man muß das Vieleso'nicht auf einmal aufpacken, sondern sichmir im gegenwärtigen Augenblick der FührungGOrres überlaßen, mir der Völligkeit alsman weiß und kann. GOtt, ders angefan-
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gen hat, der wirds auch thun. Findet man
sich selbst, so ist das auch Gnade; man mußsich dann nur wieder da verlieren, wo mansich gefunden hat; denn keiner hat sich selbstverlaßen, als der sich selbst erst gefunden undgefühlet hat. Die Hauptsache bestehet darin,daß man dem hohen Beruf GOttes folge,der unfern Geist mit seiner Liebe berühret,und in uns ein tief verborgenes Sehnen undNeigen erwecket, die Kreatur und uns selbstzu verlaßen, und uns wieder mit unserm Ur-sprung zu vereinigen. Diesem Zug (es seynun in der Blöße, oder in der Empfindung)abwarten und sich überlaßen, das sey nurunser Eines und Unverrücktes! In den Sinnenwirken bald gute, bald böse Kräfte; baldscheinet die Sonne drein, und da ist manmunter, erweckt und brünstig; bald kommenandere Einflüsse des Bösen darin hervor,
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