II. Theil. Y4ster Brief.
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noch nicht ganz abschaffest; du mußt es alseine Ucbung der Verläugnung, des Leidensund des Glaubens, so annehmen, wie eskommt, weil ich erachte, daß dein Geist diedazu erfoderliche Festigkeit in GOtr nochnicht hat, ohne sinnliche Vorwürfe zu blei-ben. Darum, so halte ich eine sinnliche Be-schäfftigung, die man von der Vorsehungerwartet und mit Verläugnung thut, nochfür unschädlicher, als wenn du dir selbst einenandern Vorwurf und Sinnenspiel erwählenmöchtest, welches doch nicht ausbleiben würde.Schränke indessen die Dinge möglichst ein,daß sie den Geist nicht zu sehr beschweren,und allemal einige Zeit zu einiger Einsamkeitübrig bleibe; ich sage möglichst, weil ichwohl weiß, daß sich eine Handlung so nichteinschränken läßt, oder man hat immer Gele-genheit, bald durch Unglauben, bald durchBegierlichkeit, probiret zu werden; welcheAnfälle keineswegs erschrecken, noch denMuth matt machen, sondern so viel mehrandringen müßen, sich selbst und alle andereStützen zu verlaßen, daß der Geist allein indenjenigen hinein hungere, und dem ledig-lich anhange, der mit uns feyn will, wannwir durchs Feuer und wann wir durchs Was-ser gehen, daß uns keines von beiden beschä-dige. Nirgend ist Festigkeit, als bloß inGOtt, den wir wesentlich finden, wann unsdie Festigkeit in uns selbst und allen andernVorwürfen entnommen wird. Der WegS 5 dahin