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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
270
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270 Geistliche Briefe.

und gibt ihr übernatürliche Centralneigun-gen, daß sie es auch gerne will, trotz ihrerSelbstheit, und dem Lamme folget, wo esmit ihr hingehet. E

Je mehr wir innig, aufgeräumt, und infriedsamer Andacht uns befinden- desto besser iiWund lauterer wandten wir. Die besondere B °Uebung des inwendigen Gebeths oder Einkehr, ZU üdienet hauptsächlich dazu, daß wir diesemzarten Führer kindlich aufwarten, und Er l« ÄUnser recht mächtig werde; da gilt kein Selbst- »Mmachen oder Formen - es hindert nur; man K«muß ein formloser- armer Thon sepn, in der MnHand des Töpfers. Diese Liebeshand for- Wnmet uns nach ihrer Weise; sie führet ein in Oeine ungekünstelte Einfalt und süße Nie- D,drigkeit; sie machet sanft Und willenlos; chhsie lehret allen eigenen Absichten entsinken- Mund GOtt lauter meynen; sie setzet uns in H»eine gründliche Abgeschiedenheit von allem EAfremden und eigenen Leben- da GOtt deralleinige und ganze Schatz der Seele wird- der seiund sich in ihr verkläret nach seinem Belie- Dden. O wohl denen, die also ihr eigenes Haus ^ Uimmer mehr vergessen, und im Hause GOt- AGtes wohnen, die loben ihn immerdar! liet, fDieß sey dann hinführ unser Ganzes- ^lieber Bruder! blind und bloß dem zu fol- tzKgen- der uns berufen hak, mit einem so hei- ^ligen Ruf! Ich bin gewiß, daß GOtt durchdiesen Weg will gesuchet, und also im Geistund Wahrheit will gedienet werden; ob ich sG.

wohl