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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
269
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II. Theil. 9oster Brief. 269

ü!ch, Tempel bereiten; da sollen wir, im innerenHeiligrhum, schauen seine schönen GOttes-dienste. Ach welche Barmherzigkeit! Sinddann die Ausflüsse der Liebe GDttes gegen.. unsere unwürdige Seelen so überschwänglich;^ so sollen wir, geliebter Bruder! dann auchrecht milde seyn, und uns in keinem Stückdiesem ewigen Gut vorenkhalren, da es unsganz und allein für sich haben will. G nzv lO für GDcr jeyn ist das wahre Geheimmß des^ " inwendigen oder mystischen Lebens, wovonmm üie Leute so seltsame und fürcbterlrcheBilder machen. Es ist nichts einfältiger,j!! sicherer, lieblicher und fruchtbarer als dusesHerzensleben, welches nicht durch Lesen^ und Kopfanstrengungen, sondern durch Ster-/ ? den und Lieben gründlich erkannt und erfah-ren wird; ist also mehr das Werk des Gei-stes I Esu in uns, als unser eigen Werk:M, Auf die Wirkungen und Züge dieses GeistesW Acht haben, denselben contenriren und ihm«Ä folgen, macht uns zu eingekehrten geistlichennM Menschen. Dieser Geist der Liebe, wannMt! er wohl gewartet wird, flößt der Seele denMM Sinn JEsu Christi ein, und bildet sieM nach dessen Gestalt, so unvermerkt, als fastM ein Kind in Mutterleibe gebildet wird. ErE ^ führet sie immer tiefer ein, in die Verla-»DL ßung aller Dinge und ihrer selbst, und in die^ A unbedingte Ueberlaßung an GOtt. Er fo-^ derr dieses nicht mit gesetzlicher Strenge, son-^ dern führet die folgsame Seele selbst hinein,^ und