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Der 84ste Brief.
Trostfcbreiben an einen Freund, wegen dem Ab«sterben seiner Frau.
In der Gnade des HErrn geliebterBruder!
Wicht ohne Bestürzung vernahm ich, von-gen Freitag oder Samstag, dieunver-muthete Nachricht von dem Absterben deiner1. Frau, da sie mir acht oder vierzehn Tagevorher, mehr als gewöhnlich im Gemüthgewesen war.
Ich empfinde ein wahres Mitleiden mitdir, in diesen Umstanden: GQtt aber hatgewußt, was, beides ihr und auch dir, ambeßten war; dabei soll unser Geist kindlichberuhen, ohne dem Vater im Geringsten ein-zureden, wozu dir auch mein Herz alle nö-thige Gnade erbitten hilft. GOtt hat siedir genommen, aber ich hoffe auch, du wer-dest sie ihm gegeben, und bei der Schwach-heit des Fleisches genügsame Willigkeit desGeistes gehabt haben, dasjenige seinem Wohl-gefallen auhuopfern, was dir, nach der Na-tur, am nächsten und liebsten war. Solltedich noch die Schwachheit der Natur zuhart anfallen; so soll sich der Geist im Glau-ben