II. Theil. ZZster Brief, 251
! Verwirrung verursachet. Zu dem, so wills! auch die Liebe alles selbst in uns ausführen;M > wir sollen nur lieben und der Liebe nichts ab--A schlagen, sondern durch ein herzliches LoslaßenG und -- sagen, sie in allen ihren Zügen undFührungen contentiren, über allen Vcrnunfts-H begriff und Gefühl. Endlich findet man dasM Kindlein, und in demselben alles , in derkW Bethlehemitischen Einsamkeit, Stille und«- Armuth des Geistes, und das Wort des Pro-A ^ pheten Hos. 2. wird erfüllet : Ich will sieI'kih locken, und will sie in eine Wüste führen,
> und freundlich mit ihr reden.
Än ^ Nun dazu laße der HErr auch die Be-'G ! freiung, von der äußeren Dienstbarkeit, kräf-H- ^ tiglich gesegnet seyn, daß er so viel ungehin-M derter, mit mir und allen übrigen Pilgern,Kii- in den kindlichen Sinn hineingeführet, und!tm ein ewiger, leibeigener Anbether in Bethle-M- > hems Stall werde, welches gewiß eine größereMn Gnade und Ehre ist, als Hosmarschall, jaW als Marschall von Frankreich zu seyn. Ichünch grüße gar herzlich.
HW
W
Mülbeim,den 28. Sept. 1725.