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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
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Geistliche Briefe.

dem einsamen, armen Kinde, unsere Devo-tion zu erweisen.

O lieber Bruder! welche Barmherzigkeitist es, einen innigen Zug zum kindlichenSinn JEsu in sich" zu erfahren; sonderlichin diesen Tagen, da der Geist JEsu als vomErdboden ausgebannet ist, nämlich der Geistder innigen Absierbung und Entäußerung allesLebens außer GOrr; die Neigung zum Kreuzund zur Verachtung; der Geist des immer-währenden Herzcnsgebeths und der kindlichenGemeinschaft mit JEsu; da seine Kleinheit,Einfalt, und nackte Unschuld, auch bei Ge-rufenen, so ganz rar geworden sind. Manhat die ganze Theologie, auch die Mystische,in diesen Tagen, mit dem Verstand ausstu-dirt; mit dem Herzen aber bleibt man weitdahinten. Nicht also mit uns, lieber Bru-der! Die Gnade will und wolle uns keine

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Ruhe laßen in einigem Schein oder vermisch- ^!»,ten Wesen! Der Leitung unsers Sterns wollen ! Awir kindlich folgen, er führe so tief hinein ^ alsund hinab, als er wolle; merken wir doch ^von weitem schon so viel, daß der Friede unddie Weite in unserem Geiste wachset nach demMaß, als wir dieser sanft hineinziehenden ^Kraft folgen, und den Anfoderungen diesesinneren Führers ein Genüge leisten, zumunwidersprechlichen Beweis, daß unser Geist !sich seinem Ruhepunct nähert; da hingegen Idie geringste, auch gut scheinende, Abkehroder Widersirebung lauter Bedrängniß und

Ver-