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II. Theil. 82 ster Brief.
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Pilgerschaft, setzt den Geist in eine Einsam-keit mir GL>lc , da wir die Wahrheit erken-nen, deren Erkenntniß uns allein frei undselig macht. Wenn wir dumme Kinder esdoch wüßten, wie wir sollten, daß unser gan-zes Heil allein in GOtt zu finden sey, wirwürden uns viel williger in seine in- undäußere Führungen einergeben, wodurch eruns in diese innere Einsamkeit und Wüstelocken will, damit er frei und freundlich zuunfern Herzen reden könne. Wer Emfam-kerr mir GO re sagt, der sagt: gründlicherAusgang aus sich selbst und dem Geschaf-fenen.
Wir sind unaussprechlich tief mit der Krea-tur behängen, und noch mehr mit uns selbst,welches Selbst ein rechter Satan ist, der sichin einen Engel des Lichts verstellet. Wirgehen zu GOtt, aber wir nehmen uns selbstmit, und vieles des Unseren; und solcher-gestalt kann GOtt nicht vertraulich mit uns,noch wir lauter mit GOtt handle». Wirwollen GOtt umfassen, und halten heimlichuns selbst und die Kreatur fest; darum kannsunmöglich gehen. O großes Elend! alsoverwickelt zu seyn, und sich selbst nicht zukönnen entwickle» ! Aber noch ein größeresElend ist es, sich auch nicht lediglich den seli-gen Führungen GOttes zu überlaßen, wo-durch er uns in die wahre Abgeschiedenheitund Entblößung einzuführen, so unaussprech-lich willig und getreu ist, wo wir nur unfernO 4 gan-