Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
219
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II. Theil. 7?ster Brief. riy

W, Versuchungen, und wenn mans auch nur, leiden müßte, und nicht recht still werdenGli könnte. Dich' ist also der Schluß: Der innereid ja Mensch, der Geist oder das Gemüth, mußstal- HErr seyn, und der äußere Knecht; er legtAzu ihm seine nöthige Arbeit auf, macht sich aber»U mit ihm nicht familiär, sondern bleibt beii ^ GOtt, als ein Kind der Ewigkeit, und sucht,G dessen Zug und Gegenwart im Verborgenendm, abzuwarten. Will der Feind, will das ver-elm derbte Tkeil toben und wüten, so nimmtO- sichs der Geist nicht an, und sagt nur auf-M richtig nein, und bleibt ruhig. Wohl dem.

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der nur zur Noch in - und durch die Vernunftund Sinne wirksam ist, und sich fremd hältder Welt, der Kreatur und seinem äußerenTheil, damit sein edles Gemüth, unverbildetund ungetheilt, GOtt ergeben bleibe, in allendessen Führungen und Wirkungen! Die Zeit,lieber Bruder! wird dir alles deutlicher machen.

Die Zweifelsüberlegungen bei dir: obswohl je recht mit dir gewesen? obs nicht wohlalles Einbildungen und Betrug sey u. s. w. ?gehöret auch noch zum äußeren Menschen, undkommt daher, weil du noch zu viel in derVernunft stehest. Es ist da nicht viel bei zutbun, als nur den Augenblick, wann Zweifelkommt, sich innigst und bedächtlich G-Ott zuergeben, so aufrichtig als man kann, dabeibleibet man, und vergißt der Ueberlegungen.Wir müßen mehr an GOtt denken, als anuns selbst. Was wir noch nicht sind, das

wollen