Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
213
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II. Theil. 72ster Brief.

erst was fester gemacht werden könne, durchGOtt, durch die Liebe, und durch freund-lichen Umgang mit ihm. Hat man danndas Herz gewonnen, fo kann man hernachmit Nutzen etwas wagen; wie bei diesem, sowürde es auch mit andern gehen. Mit demN. möchte es gar zerfallen, und er sich gar zurwiderwärtigen Seite schlagen, welches Schadewäre. Laßt uns ein wenig stille stehen, viel-leicht kommt er herunter; ich hoffe noch im-mer was Gutes von ihm; und zu dem, wernicht wider uns, der ist mir uns Dein eige-nes Gemüth, lieber Bruder, würde auchdadurch können zerrüttet werden. Die Sturm-winde der noch nicht genug gereinigten Ge-mülhsbewegungen verwirren und ängsten,wie gut und heilig die Absichten auch seynmögen. Ich habe in vorigen Jahren auchdergleichen mit großer Gewalt verspüret,ward aber zurückgehalten und hinein gewie-sen. was gebers dich an. folge du nurnach. Daß du aber dem Manne vor diesemdie bewußte Schrift gewiesen, ist nicht übelgewesen.

Weil es die göttliche Vorsehung nun ein-mal so gefügct, daß du bisweilen so etwasin dasiger Uebung mit sprichst, so denkeich,dieses sey nach deinem jetzigen Stande schonWirksamkeit genug für dich. Wolltest dunun, obne göttlichen Wink, ein mehreresunkernebmcn, in der gutes» Mcpnung,^ hieund da zu sieuren oder zu Helsen, so möchteO ? dichs