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Geistliche Briefe.
mußt du NUN die Leiden fühlen. Vielleichtläßt GOtt vieles nur deinetwegen geschehen,damit eines anderen beliebte Klugheit dichnicht an der Einfalt hindere. Was wir inUnordnung lieben, macht uns der HErr oftbitter und schwarz in unfern Augen, damitwirs los laßen, und Ihm allein folgen undlieben. Befiehl ihn eine Zeitiang dem liebenGOtt; gebe jetzt sparsam mit ihm um, undwanns geschieht, so bleibe möglichst abge-schieden, und im Grunde der Einfalt beschlos-sen, doch ohne Widrigkeit zu zeigen oder zuhegen. Kannst du seine Predigten nicht ohneAergerniß und Alteration anhören, so istsnicht nöthig, daß du so oft hinein gehest.Du bist in dem Stück schwach; dein Feuerist so sehr auffliegend, daß Leib und Seeldavon angegriffen wird. Dein Brief anI. vermuthe ich keineswegs, daß er gegen-wärtig von einer guten Auswirkung seynwerde; darum würde, nach meiner Erkenntnis,nichr anrathen, denselben in dieser Form da-hin zu senden. Der Brief in sich ist zwargut, und ausführlich genug, wo man an-ders nur vermuthen konnte, daß die Gemütherdisponirt wären, demselben Eingang zu geben:das kann ich aber nicht urtheilen. Für dieseZeit würde er nur das Uebel ärger machen.Der gute I. ist an N. durch ein stärkeresBand gebunden, als an uns; unser Bandwürde zerreißen, und jenem würde er folgen.Besser ist es, wir sehen, ob unser Band
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