»iMkÄ
MH
Sie
liuii alsda
II. Theil. 7vster Brief. 205
Ordnung überschritten würde; dennoch mußsie, um einer selbst gemachten und nichtigenUrsache willen, auch nicht überschritten wer>den, der verderbten Natur zu gefallen. Esist auch nicht nörhig, daß jedermann dieseOrdnung merke. Hat man z. E. Besuchvon einem Freund, oder ein Geschaffte, daskeinen Aufschub leider, zur Stunde da mansich sonst sollte abssnderen; so setzt man dieZeit in aller Freiheit aus, holet sie aberwieder ein, so bald man nur frei ist. Die-ses Wenige in Eil, weil die Gelegenheitfort will.
Deine Frau grüße herzlich; sie hat einsorgfältiges Nature!, und muß daher wohlZusehen, daß sie ihre ganze Sorge nur aufdas Eine richte, wie sie dem HErrn in al-lem am beßten gefallen möge. Ach! daß dießihr Werk würde, ihr wichtigstes Werk, ihrliebstes Werk, vom Morgen bis zum Abend!Alle andere Sorge und Bekümmerniß istihr höchst schädlich, und wird ihr Herz nurmit Finsterniß, Unruh und Traurigkeit er-füllen. In Ansehung der Seele muß siesich, mit Liebe und Vertrauen, JEsu überge-ben, und in solchem Sinn der Liebe ihm ob-besagter maßen zu gefallen suchen. In An-sehung des Auswendigen muß sie in ebender Liebe zu JEsu ihr Werk thun, ja nichtin Sorgfalt und Triftigkeit. Kommt Trif-tigkeit, so muß sie einen Augenblick stille hal-ten, bis der Aftect was gebrochen ist. Kommt
Sorg-