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Geistliche Briefe.
dann oft Mit gar harten und groben Versu-chungen und Sünden überfallen werden, da-mit dadurch zugleich die noch verborgeneund subtile Eigenheiten entdeckt und gründ-lich in ihr getödtet werden.
Kein Wunder ist cs, daß alles, was andrr ist, geliebte Schwester, über diesem sogar fremden und seltsamen Handel ganz be-stürzt stehet, da du, anstatt der so sehnlichverlangten Reinigkeit des Herzens, nichts alsUnflath und Abscheulichkeit an und in dirgewahr wirst. Ach! du kannst dich gar nichtdrein schicken, dich von allen Seiten so elendzu sehen. Du wolltest gerne ganz heilig undrein seyn, und so mußt du gerade das Ge-gentheil nur in dir sehen und fühlen. Ep!gib dich nur zufrieden in deinem Jammer,und schließ die Augen zu. GOtt wird dichzwar auch heiligen, aber deine Heiligkeit sollstdu nicht sehen, damit du dich nicht erhebest.
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Kit toi!
Es ist noch etwas verborgen in dir, dassich selbst helfen will, und Auswege suchet,oft ohne dein Wissen; stehest du aber als-dann alles jämmerlich, ohnmächtig, despe-rat und verschlossen von allen Seiten, soreget sich entweder ein heftiger Assect derUngelaßenheir und Verdruß, oder aver tiefeTraurigkeit und Melancholie, weiches bei-des nur Schaden und Schmerzen bringt.Zwar weiß ich wohl, daß es auch biswei-len geschieht, daß dir dein ganzes Elend und
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