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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
131
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II. Theil. 4lster Brief. izr

da er verkläret stehet auf dem Berge Tha-bor: und eben also ist es auch mit allenseinen wahren Gliedern und Nachfolgern be-wandt.

Auf alles zu antworten, was du von dei-nem Zustande meldest, würde zu weitläufig,und auch, wie mir dünkt, unnöthig sepn.Ueberhaupt sage ich nur dieses, daß, je mehrdu mir deinen Zustand eröffnest, desto mehrwerde ich dünn befestiget, daß alle diese sehrschmerzliche Leiden gewiß eine Führung GL)t-tes über deine Seele sind, um zu entdeckendas tiefe Verderben deines Herzens, unddas verborgenste eigene Leben in den Tod zubringen. In dem Geschmack und in denSüßigkeiten kennen wir uns selber nicht;das Kreuz muß entdecken, was wir sind.Die subtile Ungebrochenheit des Willens; dasVertrauen auf unser eigenes Können undWirken; die Gefälligkeit in unseren Tugen-den und andern Gnaden, die uns der HErrgiebet; ach! wie tief und fest sitzen uns die-se und dergleichen Eigenheiten im Herzen!Zwar im Anfang übersiehet der HErr gleich-sam seinen schwachen Kindern viele derglei-chen Unlauterkeiten: aber, wann er siehet,daß es Zeit ist, und die Seele gleichsam ge-nug resolvirt, und durch seine Gnade undErkenntniß befestiget ist, alsdann fängt eran, ihr den Eiter recht aus der Wunde zudrücken, und tastet die arme Seele eben daan, wo es ihr wehe thut. Und da muß sieI r dann