n. Theil. 4oster Brief. 127
dH auf euren Stand und dessen Umstände nichti»er mit Willen reflectiren, alle Sorge für euchkr selbst fallen laßen, und auch euch so dannGOkl lasten, und euer Schifflein laßen sin-ini ken; und eben dieses ist auch eine vortrefflichel>k; Art des Gebeths für euch.
"d Es ist aber jetzt nicht gut für euch, wenn^ ihr im Gebeth, auf eine ängstliche Weise, GOrc"G als einen Vorwurf suchen wolltet, es seych durch viel Erheben, oder durch viel Einkeh-ren. Bleibet nach Vermögen friedsam, freu-^ dig und heiter im gegenwärtigen Augenblick.M Bleibet so, wie ihr seyd, und vereiniget« euch mit Gd)rr, als mir etwas, das ihrM nicht erst suchen wollet, sondern daslur, schon da ist ; denn GOtt ist gewiß beieuch und in euch, obschon mit Dunkelhei-G ten bedeckt. Ach könnte ich euch in - und au-ch ßer dem Gebeth ein ftiedsames, ausgebreitetesW Herz mittheilen! wie wäre es euch so dienlich!
^ Wann sich unvermuthet, unter dem Werk^ und bei den Menschen, etwas anmeldet, dasE euch zum Stillseyn erinnert, wäre es auchE schon gar verborgen und ohne Salbung; solch folget in kindlicher Einfalt in eben demselbenAugenblick, wenn es die Umstände zulaßen,B oder laßet das Werk einen Augenblick fal-len: ihr werdet den Nutzen davon erfahren:^ es ist der Augenblick GOttes.
Ä In eurem Wandel trachtet immer mehr,L ohne Überlegungen, in Einfalt und Unschuld,