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Geistliche Briefe
Ei! überlaß dich GOtt; er ist so frommund treu;
Dein Sündengift er selbst gebraucht zur M«Arzenei:
Wer aber feine Sünd mit solcher Gnadedecket,
Der wisse, daß der Trank gar saur und
btttt-schmä«. A
Und noch ein anderes: liebest
sich,,
Ich that vorhin die Sünd mit Willenund mit Freuden.
Nun muß ich Sünd mit Last und Wider-
WEM leiden - K,'
Dieß Leiden bessert zwar: doch, o der bitternPein!
Wann Sünd durch Sünde soll in uns ver- md »usdämmet seyn.
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Daß ihr abermeynet, alle Augenblickein M.Sünde zu fallen, entstehet rheils aus der Fin- Misterniß, worin ihr jetzt wandelt, welche aller- dinmHand Zweifel, Furcht und Schrecken verur-fachet; da man immer allerhand Gefahr zu «Msehen meynet, und doch öfters nichts daran UMist. Schließer die Augen zu, und wan-delr im Glauben und in der Ueberlaßung, M ^so wird die Furcht verschwinden. Und, HM,wann das Licht wieder anbricht, werdet ihr ^
sagen.