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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
120
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Geistliche Briefe

Ei! überlaß dich GOtt; er ist so frommund treu;

Dein Sündengift er selbst gebraucht zur M«Arzenei:

Wer aber feine Sünd mit solcher Gnadedecket,

Der wisse, daß der Trank gar saur und

btttt-schmä«. A

Und noch ein anderes: liebest

sich,,

Ich that vorhin die Sünd mit Willenund mit Freuden.

Nun muß ich Sünd mit Last und Wider-

WEM leiden - K,'

Dieß Leiden bessert zwar: doch, o der bitternPein!

Wann Sünd durch Sünde soll in uns ver- md »usdämmet seyn.

mr In»

Daß ihr abermeynet, alle Augenblickein M.Sünde zu fallen, entstehet rheils aus der Fin- Misterniß, worin ihr jetzt wandelt, welche aller- dinmHand Zweifel, Furcht und Schrecken verur-fachet; da man immer allerhand Gefahr zu «Msehen meynet, und doch öfters nichts daran UMist. Schließer die Augen zu, und wan-delr im Glauben und in der Ueberlaßung, M ^so wird die Furcht verschwinden. Und, HM,wann das Licht wieder anbricht, werdet ihr ^

sagen.