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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
119
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II. Theil. goster Brief. ri§

disponiren. Gewiß! GOtt wird sich das)i>ch Seinige so nicht nehmen laßen.

lick!"' 3^ werdet aber einwenden: ich fühle doch^ nichts als Verderbniß, Sünde und Unver-mögen; ich stehe augenblicklich in Gefahr umW zu fallen und zu sündigen; ja mir deucht, ich^ sündige wirklich: je länger ich so lebe, desto" mehr häufe ich meine Sünden. Daß ihr,-> wirklich sündigen solltet, glaube ich euch nicht,, V nämlich nicht mit Wissen und Willen; dennM so lieb habt ihr die Sünde ja nicht. DasGesicht und die Empfindung der Sünde^7 macht euch schon solche bittere Leiden; ja eben^ dieses allein bringt euch so in die Enge, daßM dämlich nichts als Sünde in euch sehet^ und fühlet; wie solltet ihr sie dann noch willig^" ausüben wollen? Daß man aber in schwerensG Läuterungswegen wohl eben dieselbe Verdor-E? benheiten, die man vorhin mir Lust gehegetV und begangen hat, so lebendig und kräftig^ empfinden mäße, daß man nicht anders^ meynt, als daß man sie wirklich ausübet; jaoA endlich, daß auch bisweilen diese oder jene? M Verdorbenheit wohl einmal unversehens undwider Willen ausbreche, solches ist weder derS ^ Erfahrung noch der heiligen Schrift zuwider,^ welche sagt: Daß, womit jemand sündige,iE damit werde er auch gestrafer. B. d. Weis-

heit ii, 17. Rom. 8, z. Vielleicht wissetihr auch wohl das Reimchen, so ich vorlängstüber diese Materie gemacht habe.

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Ei!