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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
114
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Der Höste Brief.

habe mich schon seit einigen Tagen ge-drungen gefunden, etwas über eurengegenwärtigen Seelenzustand an euch zuschreiben. Und ob ich mich wohl so dunkelund leer befinde, daß ich nichts sehe, was icheuch sagen soll; so will sich doch mein Gemüchnicht eher zufrieden geben, bis ichs gerhanhabe. Derhalben will ich einfältig folgen,hoffend, daß GOtt mir etwas geben werde,das euch zu einiger Stärkung und Segenin eurem Leiden gereichen möge.

Ihr könnet sicherlich glauben, daß ichmehr Sorge für den Fortgang eurer Seele,in der wahren Heiligung, trage, als ich aus-drücken kann und äußerlich merken laße.Nichts desto weniger, wie elend ihr euch undeuren Zustand mir auch vorstellen möget, sobin ich doch dabei ganz ruhig, und ohneFurcht vor einem bösen Ausgang. Wenn

ich

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wichtiger Unterricht in den Wegen derLeiden und Läuterungen, und Ueberlaßung andie reine Liebe.

In Christo JEsu, dem Gekreuzigtenund Erhoheten, vielgeliebte Mit-schwester!

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