n. Theil. Z9ster Brief. HZ
chen in allen Stücken. Dieß ist auch dasHauptwerk im Christenthum, und deßwegenist dir jetzt alles, was viel Nachdenkenerfoderl nicht gut, und was so sehr aus denVerstand gehet, schädlich, und verursachetAngst und Bestrafung: denn es ist deinemjetzigen Stand und Gnadensührung nichtgemäß. Und wenn wir Mirrvirker GOt-tes sepn wollen, so mäßen sich unsere Wir-kungen nach den Zügen und Wirkungen derGnade richten und bequemen, und nimmerdenselben entgegen laufen. Dabei, so mußauch unser verständlicher Theil durch mancheVerläugmmgen gegangen, und wohl geläu-tert worden sepn, ehe er auf eine reine undfruchtbare Weise in göttlichen Dingen undGeheimnissen wirksam sepn kann, daß ernicht seine Eigenheiten und tausend falscheBilder mit untermische. Jetzt brauche an-dere Bücher. GOtt segne dich!
Ich grüße dich, und verbleibe
Dein
Mülheim,den 6. Junii 1728.
treu-gesinnter Bru-der.
Erst. B. ll. Th. H
Der