II. Theit. züster Brief. ioz
"ch ten finden, daß wir GOttes und unsererM Seele gar darüber vergessen würden,dkii» Ist also dieses mein einfältiger Rath und>Te- Meynung: daß, wann jemand anders, wie, ek du schreibst, zu kriegen ist, der den LeutenG helfe, du alsdann, deiner Schwachheit we-gen, nicht nöthig hast, die Stille zu ver-laßen, und dich in solche Gefahr zu begeben.-H, Können aber die Leute keineswegs zurechtkommen, so kannst du ihnen, aus Liebe, wohlanbieten, etliche Tage bei ihnen zu seyn, umihnen aus der Noch zu helfen, da sie dannW indessen sich umhören können, daß sie jemand> anders kriegen. Daß du aber lange da seyn,oder gar immer da bleiben solltest, solchesrathe ich durchaus ab. Es ist nichts, dasM dich dazu verpflichtet.
GOttes Vorsehung hat dich aus der Weltgeführet; und müßte man derhalben die Handalte», GOttes ganz klar in etwas sehen, che duM Freiheit finden solltest, wieder in die Unruhezu gehen. Die Einsamkeit, das Gebethund der verborgene Umgang mir GDtt,h rn Abgeschiedenbeit von dir selbst und allenMn Rrearuren, dieß ist es, wozu dich GOttWil gerufen hat. Halte solchen Ruf stäts vorAugen, bis du wesentlich dazu gelangest.
M Daß dir GOtt die verborgene Heucheleiund Verstellungen deines Herzens einzusehenB gibt, solches ist eine große Gnade, dafür ichihm von Grund des Herzens danke. Die^ wahre Herzensaufrichriqkeit ist ein sehr wich-^ G 4 tiger