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Geistliche Briefe.
k. 8. Bethe fleißig; ich werde meinschwaches Seufzen gerne mit vor GOtt brin-gen. Sey nur getreu, damit wir Freude aneinander haben. Grüße alle Freunde bei Ge-legenheit. N. grüßet auch, und sagt, erMöchtegern sehen, daß du JEsum herzlichliebtest.
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Der z6ste Brief.
Wie weit uns die Liebe des Nächsten verpflichteihm zu dienen; und wie man sich bei Ent-deckung unserer Fehler zu verhalten.
In unserem theuren Heilande JEsuChristo, geliebte Freundinn!
Schreiben haben wir wohl erhalten,^ und ist mir selbiges gar angenehm gewe-sen. Ich will darauf antworten, was mirGOtt geben wird.
Was angehet dein äußeres Anliegen, soist es zwar die Wahrheit, daß man seinenNächsten lieben muß, wie sich selbst; allein esist keineswegs GOttes Wohlgefallen, daß ichmeines Nächsten leibliche Wohlfahrt mit mei-ner eigenen Seele Schaden suchen soll: dennwo dieses Gesetz GOttes in solchem weitenSinne zu nehmen wäre, so würden wir immerin der Welt so viel zu dienen und aufzuwar-ten
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