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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
101
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II. Theil. Zsster Brief. roi

>»tz Gemüthswillen aufrichtig davon ab: keineBat Machten der Hölle können diesen zwingen,edel Dergestalt hältst du es mit GOtt, und GOttßl dj hält es mit dir, der dich, zu seiner Zeit, von!kreu, «llen Banden erlösen wird. Fleuch sonderlichdie Lüste der Jugend, welche das Gemüth soM sehr verdunkeln, und von GOtt entfernen:unser Leib soll auch ein reiner Tempel GOt-tesseyn.

Vn, Brich durch, mein lieber Freund, in allenIM Stücken, sonderlich in der bewußten Sache,wovon wir letztens mit einander redeten.K», Warte keinen Augenblick; GOtt fodert hierinM ein williges Opfer von dir, und wird dirW,, auch keine Ruhe laßen, bis du auch hierinr M ihm völlig und aufrichtig Beifall gibst. Ich sageM es noch einmal: laß es dir nicht weis machen,E daß GOtt dienen etwas Schweres, Ver-M drießliches oder Unmögliches sey; stelle es dirM vielmehr als ein schönes, liebliches und durchdie Gnade GOttes leichtes Leben vor, wiees dann auch dem Geiste ist und wird, wenn' mans in GOttes Namen recht angreift. Er,der HErr, der dich und mich, aus großer^ Erbarmung, hiezu gerufen hat, gebe auch dirund mir alles, was nöthig ist, um seinemRuf aufs allergetreueste zu folgen. Womitschließend verbleibe

M Dein

M Mülheim, geneigter Freund.

M den 2s. Jun. 1727.