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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
95
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II. Theil. Z4ster Brief. 95

mit unabläßigen Glaubens- und Liebesbe«Zierden zu suchen, zu nöthigen, und in ge-duldiger Ausharrung zu erwarten, gleichsam« mit denen, so im alten Testament nach seinerÜM Zukunft aussahen, seufzend: Ach! daß duMl den Himmel zerrissest rc. Ach! daß dieV/i; Hülfe dlll. aus Zion käme ! Bis er selbstdlilt: sich in uns offenbaret, seine Wohnung in uns»M aufrichtet, uns belebet, und wir mit ihm in-MD wendig gleichsam überkleidet werden, und soEr selbst in uns alle Gerechtigkeit des Ge->ieP« feyes erfüllet, Rom. 8. und er in uns, und, m wir in ihm nun mit Lust und Vergnügen seineGebote, die uns dann nicht mehr schwer fal-len werden, erfüllen, nicht mehr gebrechlich,e U sondern vollkommen und ohne Tadel; nicht«t mehr nun und dann uns bald auf diese, baldiSmi auf jene Tugend legen werden: sondern alleich« Tugend wird da wesentlich von selbst undUP ohne Zwang, unaufhörlich hervor fließen, ausM dem durch die neue Geburt in uns neugebor- nen neuen Menschen IEfu, und der uns da-durch mitgetheilten göttlichen Liebe; da wirM uns auf einmal von der Sklaverei der Affec-ten, Lüste und Gedanken werden befreiet^ sehen, und von den ängstlichen Beschuldi-Ek gungen unsers Gewissens, und an dessenStatt die holdselige Stimme der Gnade und. des Evangeliums in unseren Seelen hören^ werden. Da nun GQrt selber durch die Sen-^ düng seines Sohns in uns das thut, was demM Gesetz unmöglich war, und uns in Ewigkeit^ durch