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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
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Geistliche Briefe.

landes. GOttes menschenliebendes Herz sen,ket sich bis in unsere arme Menschheit hinein,um uns wieder zu bringen, zu seiner GOtt-heit. Nun sind wir GOtt verwandt; nunist uns GOtt so nahe; nun stehet uns seinHerz, Liebe und Gemeinschaft offen. Ja,mein Gd)tk, warum sehen, warum glau-ben es deine arme Geschöpfe nicht?

Noch einmal, liebe Schwester! werft euchmit niir zu JEsu Füßen hin. Geschwind!machet ihm Raum in eurem Herzen, dannhabt ihr alles. Amen JEsu!

Nun ich sollte wohl vergessen, euer ange-nehmes Brieflein zu beantworten; doch viel-leicht habe ich es schon zum Theil gethan.Ich sehe es mit Vergnügen, daß ihr euchdie Einsamkeit sucht zu Nutz zu machen. Esgeschiehet solches allein, indem ihr trachtet,GOtt anzuhangen, seinen Wirkungen undseiner Gegenwart in euch Raum zu geben,und ihn euer Herz recht abscheiden und einsammachen laßet. Auf diese innere Einsamkeitmuß nur die äußere zielen. Ihr wisset, daßes auf keine süße Empfindlichkeiten dabeiankommt. Aber das ist gewiß: ohne Ver-läugnung schmückt kein Gebeth, und ohneGebeth keine Verläugnung. Wenn man vielZeit hat in der Einsamkeit, kann man miteiner kleinen Lesung, oder mit einem einfälti-gen Werk abwechseln, oder sonst mit herz-lichen Erinnerungen der göttlichen Liebesnah-heit, oder mit andern liebevollen Glaubens-

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