6r Geistliche Briefe.
dern sich dran geben, und wie über die Naturerhaben leben. O seine Kraft iji in denSchwachen mächtig! Viel Beschäfftigungmit GOtt, wenig mit euch selbst!
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-Der 2zste Brief.
Daß man GOtt zu lieb und Ehren leiden mäße,wodurch die gute Resolutionen immer völli»ger werden.
N. N.
c>hr seyd mir nahe, werthe Schwester, undich bitte den HErrn, daß er euch anmeiner Statt besuchen wolle, wie er gerneund kräftig thun will. Je einsamer und abge-schiedener von geschaffenem Trost und Ver-mögen, desto mehr stehet unsere Herzens-thür dem HErrn offen, und desto freier undreiner kann sich unser Geist mit ihm vereinigen.Da, wo alle Geschöpfe schweigen, da kannder HErr frei reden; und vielleicht hat er eucheben darum durch diese Krankheit wollen be-sonders nehmen , weil er euch was Herz-liches zu sagen hat. Hof 2, 14. So rededann, 0 HErr! von Frieden, denn deineMagd höret! Gewißlich, GOttes Nahheitund Zuspruch inwendig kann wohl ein Kranken-bette zum Paradies machen.
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