II. Theil. 2 Zster Brief. 6z
Einmal, ich vertraue, es werde eurelie Krankheit nicht zum Tode, sondern zur Herr-Mj lichkeir GOttes schn; denn GOtt kreuzigetnie vergebens. So Halter dann dem weise-sten und gütigsten Heiland stille auf alle Wei-se, glaubend, daß ihr in seiner Hand seyd;und da ihr nicht viel rbun könnt, ihm zu liedund Ehren, so leider ihm zu lieb und Ehren,wie es von Augenblick zu Augenblick gegeben»ch, wird. O großes Glück! einen GOtt zu kön-rr M nen vergnügen durch ein vorüber gehendes Lei-den. GOtt hat euch zu solchem Ende, einigeZeit her, gute Resolutionen gegeben, das Kreuzwilliger als vorhin zu tragen, und die natür-liche Zärtlichkeit mehr dabei zu wagen; wiekr, » jch solches noch in eurem Vorigen mit Ver-^"" gnügen ersah. Allein, verwundert euch nicht,l M wenn ihr erfahren solltet, daß die Knospen und!>W Blumen der guten Resolution noch nicht zue!> ^ vollkommenen Frucht bei euch geworden sind;M laßet sie nur auf ihrer Wurzel unabgebrochenrirr «! stehen, dann wirds schon immer völliger wer-WD den. Ich will sagen: Mit allem guten Wil-ds ^ len und Vorsatz, den GOtt giebet, ersenketürm euch stäts wieder in GOtt, in ruhiger Be-Mbk kenntniß eurer eigenen Schwachheit, und blei-lL N bet da, wie ein Kind, an der GnadenbrustAs liegen, damit er, der euch das wollen gege-WtB ben, auch das Vollbringen in euch wirkenmöge, n-ach seinem Wohlgefallen.
Im übrigen überlaßet euch GOtt, so wieihr seyd, in dem sichen Namen JEsii; undK auch