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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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II. Theil. 22ster Brief. 6r

keÜV allem geliebet, gelobet und angebethen! Sollte>Aii meine Schwachheit wichtiger werden, dannilH will ich es schreiben laßen.

^ Daß eure Disposition noch schwächlich^ bleibt, ersehe mir Mitleiden, aber auch mit« Anbethiing der weisen und treuen FührungGOttes. Der HErr gibt Kreuz nach Kraft,7 " oder Kraft nach Kreuz. Er wird euch beiste-W Yen, das trauet ihm kindlich zu. Ihr sucht," 'euch zu schicken und zu unterwerfen, das ist^ gut; thut es aber so viel möglich, wo nichtmit einer empfindlichen, dennoch mit einerkl» GlaubenswrUlgkeir ; das ist, wann schonn« äußere Theil die Last fühlet und gern Luft>m» hätte, der Geist dennoch einen stillen Blick aufHM den HErrn thue, und sage: Ja, HErr! es>M ist so gut, wie du es machst. Ich will esW- auch von Herzen also. Ich verlange jaMki nicht heraus, wenn michs auch nur einenW» Seufzer kosten sollte. Es hindert auch nicht,zn> A wenn gleich solche Bezeugungen ohneGeschmack>M hervor gebracht würden.

^ Getrost, liebe Schwester! laßt uns leiden,MM wann GOtt will. Er leidet mir und in uns.iN s Was ist an uns gelegen? Was wollen wirmehr, wenn wir nur GOtt vergnügen? WirW gehören den« HErrn mit Leib und Seele an,und müßen uns unser selbst wenig annehmen,e" Fürwabr! wer GOtt mir einer rechten Frei-heil des Geistes dienen will, der muß nichtmit der zärtlichen Natur zu Rath gehen, son-iZk' dem