zr Geistliche Briefe
kleben bleiben an der Wurzel, ja auch beiErfahrung eigener Schwachheiten und Un-treuen, anstatt muthlos zu werden, uns nurwieder gebeugt hinein wenden, um die Kraftzur Erneuerung am rechten Ort zu suchen.
O! mein lieber Bruder, GOrt ist unsgewiß unaussprechlich nahe in dem holdse-ligen Namen IEsus, um uns zu helfen,sich uns mitzutheilen, uns zu lieben, undvon uns wieder geliebet und angebethet zuwerben. Er ist unser ganzes Heil. Ach!laßet uns doch zu ihm nahen! Er wartetauf uns; er will uns gerne die Hand bietenmit seinen Liebeszügen. Inwendig, inwendigist alles zu suchen und zu finden, was unsgründlich heiligen und glückselig machen kann,auch noch in diesem Leben, mehr als auszu-sprechen ist. Nur müßen wir uns auch demHErrn ganz preis geben, das Geber!) unddie Einkehr lieben, und die Bitterkeiten desKreuzes nicht scheuen. Es ist der Müheunendlich werth.
Ehe ich noch deinen Brief erhielt, hatteich schon an N. N. das Nöthige zu seinerWarnung und Erinnerung geschrieben. —Warum strauchlen, warum fallen die Kin-der so oft? Weil sie die Mutter nicht festhalten. Ach das scy uns zur Lehre undWarnung. Ich traue dem größten Ernstnicht viel, wenn Gebet!) und Verläugnungnicht geliebet und fleißig geübet werden. —
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