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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
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II. Theil. igter Brief.

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A ober es jamrnert mich doch. Ach! soll dennW»ö eine Seele, die GDtt eines so innigen undtheuren Berufs gewürdiget, ein Herz, dask- üt Er mit seiner GOttesliebe berühret, undEiimjk dem Er ganz andere Ergötzlichkeiten zugedacht^nkkrhat, sich durch solche Lappereien einnehmenbh und bezauberen laßen? Es werde doch diesesMin« Band gebrochen in dem Namen des HErrnIEsu Christi, und dieses Vergnügen seiner«-Liebe aufgeopfert!

^ ? Ware ich ihr Führer, so wollte sie zweiK Monat vom Klavier verbannen, um in sol-4 .^ Her Zeit nichts zu spielen. Ich bin dem«ick! Spiel in sich selbst nicht zuwider; wann ich,,",da komme, so soll sie mir einmal Vorspielen,2 und ich will singen, wenn GOtt will: al-"5, lein, es muß auch nur ein Spiel bleiben,^ W nicht aber ein Hauptwerk werden. Sollteman sein Herz von einem solchen Ding sozn K fesseln laßen? Ich kanns nicht loben. Einesaber ist dabei lobenswert!), daß ihr nämlicheure Fehler erkennet, die ich hoffe, daß schonzum Theil werden verbessert seyn, ehe derBrief ankommt.

n Es wundert mich sonst nicht, sage ich,baß es euch in diesem, und einigen anderenDingen so gehet, kann auch deßwegen dasgrößte Mitleiden mit euch haben. SinnlicheChristen sind stark in den Sinnen, starkin ihnen selbst, weil die Gnadenblicke undEmpfindlichkeiten bis in das Aeußere über«^ stießen. Geistliche, das ist zum inneren Le-