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Geistliche Briefe.
Ach! dieß ewige Gut hat dich und allearme Sünder so brünstig lieb; es jammertihn, daß wir so äußer ihm in der Quaal,im Darben leben; denn wer GOtt nichtbesitzet, ist eine armselige Kreatur. Wie mußdich" das dann nicht beschämen , daß dichGOtt, der Allgenugsame, so innig liebet undso hoch achtet! Darum liebe ihn doch aufsbrünstigste wieder, und räume ihm dein Herzein, daßers allein besitze, und du ihn so dannauch besitzen mögest: denn wisse, daß manGOtt nicht besitzen kann, oder man muß sichauch ganz von ihm besitzen laßen. Geben wirihm unser armes Herz zum ganzen Eigenthumauf ewig hin, dann gibt er sich auch unsganz zum Eigenthum wieder.
Willst du nun wahrlich GOtt besitzen, soscheide dein Herz und Lust mit Freuden vonallem, und gibs in GOttes Hand. Duldees ja nicht, daß ein einiges Ding dein Herzbesitze neben GOtt. Dieses allgenugsameWesen will und muß es allein inne haben;darum rüft er sein heiliges Gesetz mit einemgroßen Liebeseifer in das Herz ein: Ich binHer HErr dein GGre , du sollst kerne an-dere Götter vor mir haben. Auch mußt dudich selbst nicht besitzen, oder nach einigemStuck nach deinem Willen und Gutdünkenleben wollen. JEsus muß HErr und Mei-ster seyn; Ihn mußt du bitten, daß Er dichführe; du mußt Ihm wie nach den Augensehen.
Nun
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