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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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Geistliche Briefe.

bekommen. Allein, weil wir von Natur inder Finsierniß stehen , und die Finstemiß lie-ben, er aber, als die Sonne der Gerechtig-keit , unser Unrecht zu unserem Beßren aus-decket ; so scheuet das unweise Herz dieseunangenehme und doch so selige Wirkungder heilenden Gnade, und kehret sich, achleider! wieder davon. Kinder GOttes sindganz anders gesinnet; sie zeigen dem Arztihre Wunden, und ertragen den kurzenSchmerz, damit sie gründlich heil werden,und finden darunter immer mehr, daß sie inJEsu, in dessen Gemeinschaft, in dem kind-lichen Wandel vor seinem Angesicht gründ-liches Vergnügen und ewiges Leben finden.

E. H- G. Gnaden werden die unvermu-thete Weitläufigkeit meines Schreibens mitgütigen Augen übersehen. Die Materie kannIhnen einmal nicht zuwider seyn; auch weißich Dero mir unwürdig erzeigte Gnade undGewogenheit auf keine bessere Weise zu ver-gelten, als daß Ihr» Hochgrafl. Gnaden,meinen gnädigsten Herrn, und Ew. Hoch-gräfl. Gnaden, meine gnädigste Gräfinn, undsämmtliche junge Herrschaften zu den Füßenmeines JEsu, mit mir selber, in Schwach-heit hinlege, und Ihnen nicht nur allen ge-segneten Wohlstand im Aeußeren von Herzenanwünsche, sondern vornehmlich, daß derhochverklärte Sohn GOttes in allen undjeden Seelen des Hochgräflichen Hauses sichherrlich verklären wolle in seiner seligen Er-

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