Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
27
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n. Theil. 8 ter Brief. 27

^ werden. Wir müssen nicht nur sterben, son-^ dem auch am Rreuz sterben, da das Blutnicht auf einmal, sondern gleichsam tropfen-Vr, weise abgezapfet wird; ich meyne das Blutke> ) der Eigenliebe, des Eigenwillens, und deSeigenen Lebens. Lasset uns unsere Kreuziger^ßr! lieben und für sie bethen , und nur fein mitimH uns machen lassen, als wenn wir weder HändeW noch Füße mehr frei hatten! Nicht, steigsnO herab vom Rreuz! sondern das Haupt inM blinder Ueberlaßung geneiget, und mitwir l, Christo gesprochen : Varer, in deine HändeM befehl ich meinen Geist!

W Durch Lieben, Leiden und Ueberlaßen hatMr Christus gesieget: also muss es auch in unsAr jL geschehen. Dieß ist unser wichtiger Trost, daßrW wir nicht alleine leiden. Wenn ein Gliedleidet, dann leiden alle, und das Haupt miruns und allen; und nach dem Maß unserer^ Überlassung leidet Christus mit uns. Solaßt uns dann in allem getrost seyn! Leidet,weil und wie der HErr will; aber beunruhigeteuch nicht so viel durch Furcht, Argwohn und^ Sorge. JEsus wird sorgen, und alles zum" Bessten wenden. Ich hoffe euch in meinemschlechten Gebeth zu fassen. Gedenket auchmeiner. Grüßet meinetwegen N. N.