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Geistliche Briefe
Eine Kränklichkeit, oder andere Umstände,können wohl verursachen, daß man nicht soförmlich, und auf eine andere Art sich imGebet!) übet: aber das Gebeth selbst muß nie-mal unterlaßen werden, oder wir würden inOhnmacht, Finsterniß und Elend gerathen.Deßwegen habe E. W. E. allezeit angeralhen,und thue es noch, das ihr, ohne wichtigeUrsache, nicht unterlaßen müßet, auch expreßeinige Zeit zum Gebeth und Einsamkeit aus-zusetzen. Zu viel dazu zu nehmen (wie ihreinmal gethan), ratheich gar nicht an: aberzu wenig (wann man sie haben kann) fruchtetauch nicht genug. Untreu, Elend, undUntüchtigkeit muß E. W. E. nicht davonabhalten, sondern um so viel mehr dazuverpflichten.
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Die Zeit zum Gebeth kann und muß man , 7^auskaufen: die Tüchtigkeit dazu aber kannman nicht kaufen, noch sich selbst geben. NMan muß kommen , wie man ist, damit WGOtt uns mache, wie wir seyn sollten. ZumErnst, oder zur Andacht, auch mit dem Haupt Aanzustrengen taugt zwar nicht; dennoch mögtihr euch wohl über die Nachläßigkeit derNatur so sanfte erheben, die Gemäch- oder V"Empfindlichkeit des Körpers was vergessen,und durch süße Herzensthaten (Actes) den I?'")Seelenmund gleichsam aufthun und bewegen, Mwie ein Kind das an der Mutter Brust ziehet, k ^(Ps. 8i,n.)
Durchs