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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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14
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14 Geistliche Briefe

würde zuschicken, nachdem es noch wäre. Undso Hab ichs auch so gern nichr gesehen, wann dudir viel und allerhand Arten geistlicher Eucherausgesucht hast: gar nichr, als wenn ich et-was wider solche Bücher oder Freunde Härte;nur ist nicht alles, was in sich selber gut ist,darum auch gut für uns. Manche, auch theureWahrheit, kann uns verwirren oder aufhal-ten, wann wir sie vor der Zeit wissen wollen.(Joh. i 6 , 12.) Darum ist meine Weise,daß ich die Seelen sehr der freien Leitung derGnade überlaste, und sie auf nichts führe, alsworauf ich merke, daß GOtt sie führen will,nach meiner Prüfung. Ich fehe GOtt nurzu, und erinnere, wo sie auf etwas Schäd-liches gerathen sollten. Ich habe Umgang mitSeelen, die herzlich und innig vor GOttsuchen zu wandlen, denen ick nie kein Wortvon Büchern gesagt, die ich selbst habe druckenlaßen, weil ichs ihnen nicht dienlich achte.GOtt muß überall Meister , und wir seineSchüler bleiben, die sich fein bei der aufge-gebenen Lection halten.

Wir wissen ja, wie seine ewige Liebe unsgesucht hat, und inwendig begegnet ist inChristo. In unserem Herzensgründe findenwir jetzt ein tiefes, geheimes Hungern undNeigen, um von der Sünde, Welt undEigenheit erlöset, und mit unserem Ursprungwieder vereiniget zu werden. Dieses Ziel zuerreichen, dürfen wir uns nicht hie und dahinaus kehren, große Anstalt zu machen, oder

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