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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
13
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mal besser und näher haben, wann wir feinbei der Hei zenseinfalt blieben, und nicht,aus guter Meynung, zu früh groß und klugfeyn wollten; da es dann hernach schwer falle,wieder vom A b c anzufangen, nachdem manviele Zeit und edle Kraft vergeblich angewandthat. Die Absicht ist recht gut: man willgern fort feyn in seinem Christenthum, undin dieser guten Absicht forschet, liefet, höretund sichet man allerhand, welches wir danndoch noch nicht alles fassen, mit einander rei-men und verdauen können; so daß es demnach GOtt hungernden Gemüth nothwendigmanche Confusion und Druck verursachenmuß. Ich weiß, was ich in diesem Stückhabe durchgehen mäßen; und danket meineSeele noch bis diese Stunde dem liebsten GOtt,daß er mich in meinen ersten Jahren vor aller-hand Bekanntschaften, und Gelegenheiten somancherlei zu hören und zu sehen bewahret hat.

Darum wunderts mich auch mehr, daßdir der Umgang und Unterredung mit Freundenhie und da keine Befriedigung gebracht baben.Ich weiß es mich noch gar wohl zu besinnen,was ich darüber gefühlet, wie ich am ersten vondir hörete, und warum ich dir zum Umgangmit diesen oder jenen keinen Anlaß habe gebenwollen, ohnerachtet ich merkte, daß du wohlNeigung dazu hattest. Ich glaubte, daß duruhiger und sicherer ohne solchen Umgangwandlen könntest, und daß die göttliche Vor-sehung dir schon zu rechter Zeit Bekanntschaft

würde