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Der 4te Brief.
Wie man sich im Forschen, Lesen, und Umgangmit Freunden zu verhalten. Die Hauptfach«sey Bethen, Verläugnen, Leiden und Lieben.
In der Gnade IEsu herzlichgeliebterBruder!
F>aß ich so trag bin in Beantwortung dei-^ ner mir jedesmal angenehmen Brieflein,könnte zwar das Ansehen einer Lieblosigkeit,oder Geringachtung haben: allein ich versiche-re, es ist nichts weniger in meinem Herzen.Ich liebe dich; deine Beförderung liegt miran, und ich bin öfters bewogen worden, dichdem Oberaufseher und Hirten unserer Seeleeinfältig aufzuopfern, da ich ein wenig weiß,wie es gehet und stehet.
Daß du, wie du berichtest, diesen Som-mer durch manche Anfechtungen und Confusio-nen bist geübet worden, glaube ich dir gerne.Ohne Proben und Uebungen kommen wir nichtzum Ziel. Zwar kommt manches aus eigenerSchuld; GOttes unendliche Güte in Christoaber träget, hilft und nimmt uns wieder ein,mit wunderbarer und anbethungswürdigerLangmuth. Gelobet sey dieser leutselige GOttinChristo, der auch uns bis hieher geholfen hat!Laßet uns ihn lieben! Wir könntens doch manch-mal