Mignon trat herein und fragte, ob sicihn aufwickeln dürfe? Cie kam still; esschmerzte ste tief, dag er sie heute so kurzabferkigke. ,
Nichts ist rührender, als wenn eine Liebe,die sich im Stillen genährt, eine Treue, diesich im Verborgenen befestiget hat, endlichdenn, der ihrer bisher nicht werth gewesen,zur rechten Stunde nahe kommt, und ^jhmoffenbar wird. Die lange und streng ver-schlossene Knospe war reif, und MilhelmsHerz konnte nicht empfänglicher seyn.
Sie stand vor ihm, und sah seine Un-ruhe — Herr! rief sie aus, wenn du un-glücklich bist, was soll Mignon werden? —Liebes Geschöpf, sagte er, indem er ihre Hän-de nahm, du bist auch mit unter meinenSchinerzen. —i Ich muß fort. '— Sie sahihm in die Augen, die von verhaltenen Thro-nen blinkten, und kniete mit Heftigkeit vorW. Meisters Lehr,'. ' ' L-cist. I a -