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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
476
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476 Zeugniß der Wahrheit

Zehntens, lasset uns immer Wacht haltenüber unsere verderbte Vernunft, worin diealte Schlange so gern wirket, und uns unterdem bessten Schein von der Herzenseinfaltin allerhand unnütze Speculationen, undschädliche Weitläufigkeiten auszulocken trach-tet; so, daß oft das notwendigste Theil dar-über vergessen, versäumet und verloren wird,und man unvermerkt in allerhand Irrungenund Abwege gerathen kann; wie die leidigeErfahrung täglich bestätiget.

Schliesslich! Ihr wisset, daß der SohnGDtkes erschienen ist, daß er unsere Sün-den wegnehme, und ist keine Sünde inihm. wer in ihm bleibet, der sündigernicht; wer da sündiger, der bar ihn nichtgesehen, noch erkannt. Rindlein, laßeeeuch niemand verführen! wer recht rhuc,der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist U.s.W.1 Joh. Z, 5-7.

55 .Du aber, 0 HErr JEsu Christel der du der einige unbetrügliche Weg, dielebendige Wahrheit, und das wahre Lebenbist, siehe an und segne dieses kleine ZeugnißdeinesWeges, deiner Wahrheit und deinesLebens. Rette und vertheidige du selber deineEhre und Wahrheit in den Herzen und Ge-wissen, wider alle Einwürfe und Ausflüchteder Schlangenvernunft, auch bei dem Lesendieses äußeren Zeugnisses! O du grosserHirte der Schafe, der du aus reiner Liebe

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