Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
477
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nach der Gottseligkeit.

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und freier Erbarmung in diese Welt gekom-men bist, zu suchen und selig zu machen,was verlören war, verlast uns mehr, damitwir dich auch nicht lasten, sondern dirstätsnahe bleiben, ankleben und Nachfolgen, da-mit wir nicht im Finstern wandten, sonderndas Licht des Lebens haben mögen! Sammleuns und alle die Deinen zu dir, und bringeuns zurecht aus allen Zerstreuungen undIrrwegen, daß unser ganzes Herz, Liebe,Verlangen, Sinne und alle Kräfte ausaller Manchfaltigkeit und Zertheiilheit inKreatur, Vernunft und Eigenheit wiederzu dir und in dir, dem einigen Hirten unft-rer Seelen bekehret und eingekehret werden,und unverrückt verbleiben! So, ach ja so!laß uns alle, deineSchase, in deiner Handund in deinem Herzen seyn, daß uns nie-mand da heraus reiße! Sonderlich in diesenverwirrten Zeiten, da der schmale WegdeinerNachfolge durch allerhand Ränke und Schwänke der bösen Vernunft so sehr ver- deckt, und im Finstern so manche Irrlichterhin und wieder gesehen werden, daß ein ein-fälliges, ungeübtes Schäfiein oft nicht weiß, wo es sich in dieser Wüste binlenken soll. Ach, laß deine schwache Lämmer deineStimme hören und kennen, nicht nur aus- wendig allein, sondern vornehmlich inwendigim Herzen, damit wir auch dir allein undnicht einem Fremden folgen mögen, durchVerläugnung und Leiden zur Herrlichkeit

und