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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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474
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474 Zeugniß der Wahrheit

Mund und Zunge; es sind Fenster, wodurch ^Sünde, Unruhe, und tausend Versuchungen ^in uns eingehen können, wann wir sie zu viel ^ohne Noch und Vorsichtigkeit öffnen; endlich Mso lasser uns auch wachen über unsere verderbte MNatur, daß wir derselben nimmer etwas ein-- unräumen, oder ihrem Willen folgen. ^

Fünftens, laßet uns aber auch zugleichbcthen, und zwar mehr mit dem Herzen, alsmit dem Munde, sonderlich um den GeistJEsu, und dessen Regirung und Einwir-kung. Dieser allein will und muß uns inalle Wahrheit leiten; ohne ihn werden wirunmöglich bestehen, oder etwas Gutes aus--richten können. ^

Sechsrens, lasset uns vor allen Dingenlieben, und uns üben im kindlichen Umgang -.gx(mit GOtt in unserem Herzen, und in demehrerbietigen Wandel vor und in seiner Gegen- ^wart; weil uns solche einfältige Uebung, wowir darin getreu sind und beharren, unterGOttes Mitwirkung, einführet in die wahre HGemeinschaft mit GOtt im Geist; wovon irdas ganze Christenthum und unser ewiges Ä -

Heil abhänget. chü!

Siebentens, lasset uns auch mit stillem ^

Gemüth aufmerksam und sehr getreu zu seyntrachten auf und an die inwendige Züchtigun-gen und Erinnerungen des Gnadengeistes.Wenn wir gleich von dem Gesetz erlöset sind, 'Hund dessen Drohen, Dringen und Zwingen

im