Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
466
Einzelbild herunterladen
 

466 Jeugniß der Wahrheit

Person, wie sie auch immer Namen habenmöchte, insbesondere anzugreifen, oder eineeinzige solcher versuchten und gröblich irren-den (Deelen zu verdammen; auch daß wirweder schrift-noch mündlich (ohne dringende ^Ursachen) niemand namhaft machen werden.Wir lieben ihre Personen, und sehen sie mitherzlichem Mirleiden an; wir hassen aber ^ihre schädliche Reden, und ihre böse Thaten;und wird uns nichts so sehr erfreuen, alsdaß sie ihre Mißtritte erkennen, und Bußethun; damit nicht solcher Schade weiter umsich fresse, und einfältige Gemüther verderbe:dieß ist in Wahrheit, der einige Zweck dieser ^ganzen Vorstellung.

s2. Wir wollen denn nur noch diejenige, ^so an diesen Jrrchümern, oder an einigen i,.derselben Schuld haben, und diesen Brief?etwa zu sehen bekommen möchten, in allerFreundlichkeit gebethen haben, daß sie doch Edie wenige nachfolgende Fragen in allerStille, Ernst und Bedachtjamkeit, als vorGOrtes Angesicht, lesen und Nachdenkenwollen.

i.

Werden nicht durch solche Reden, als: ^Die Sünde mäße sich ausarbeiten; es ^sey nur so ein Spiel der göttlichen U)eis- ^heil, und dergl. alle Bande der Religion,und des Gottesdienstes zerbrochen; alle ^Verläugnung, Wachtsamkeit, Kampf, Ge- ^

beth.