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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
459
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nach der Gottseligkeit. 459

einigen guten Willen geoffenbaret habe (soweit derselbe uns zur Wiedervereinigung mitihm zu wissen nöthig ist;) die heilige Schriftaber saget uns, daß sein Wille sey, unsereBekehrung, unsere Heiligung, und daß wirdem Ebenbilde seines Sobns sollen gleichför-mig seyn und leben. Demnach ist es nichtallein der Heiligkeit, sondern auch der Ein-falt, Wahrheit und Aufrichtigkeit GOttesgar zu nahe gesprochen, wenn man sagt: Erhabe noch einen anderen geheimen und ver-borgenen Willen, nach welchem er auch dieSünde wollen, oder Freiheit dazu geben sollte.?) So ist GOtt, wie in seinem Wesen, alsoauch in seinem Willen unveränderlich, undimmer derselbige, so daß, gleichwie er vorsiebenzehn hundert Jahren, ja seit der Zeit,daß Adam gefallen, die Buße, den Glau-ben, die Verlaugnung der Welt und unsererselbst, die Nachfolge seines Sohnes, als deneinzigen Weg zur Seligkeit, von uns gefe-dert und gewollt, die Sünde aber durchausnicht gewollt, sondern gehastet und gestrafethat: eben also ist dieß noch, bis auf dieseStunde, sein aufrichtiger Sinn und Wille;und wer sich diesem seinem Willen widersetzet,dem wird seine Widerspenstigkeit theuer genugbezahlt werden.

4s. Was den anderen Theil dieses Satzesanlanget, daß nämlich alles, was geschieht,auch selbst das Böse, ein Spiel der göttlichenWeisheit seyn solle, solcher ist mit dem vori-gen