458 Zeugniß der Wahrheit
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4?. Laßet uns aber noch andere listigeund gefährliche Reden besehen, welche sie vor- Ml«zubringen pflegen, und ihnen (ohne Zweifel) W,zu einem Anlaß und Stütze ihres unbedacht- Dbi>samen freien Lebens dienen. Sie sagen näm- M mlich: „Es sey doch alles, was in der Welt M„geschehe, selbst die Sünden, Thorheiten M„und Verkehrtheiten der Menschen ein gehei-„mer Wille GOttes, und ein Spiel seiner„ Weisheit. Weßwegen man dann auch dem ^ ?„Bösen weder in sich, noch in anderen, nicht ^„widerstehet, sondern alles gehen und wirken„läßet, wie eö will."
44. Um kurz zu seyn, und uns in keine m kunnütze riefe Spekulationen, oder Streit ein- imOMaßen, wollen wir nur dieses Wenige, alsunwidersprechlich, entgegensetzen. GOtt ist i,d>^ein heiliges, einfältiges, ewiges, unveränder-liches Wesen, derhalben muß sein Wille auch P yso seyn: nämlich i) heilig und gur , unddarmn kann er nichts Böses, oder einige h«Sünde wollen, sondern das Böse ist ihm :ßenund seinem heiligen Willen ganz entgegen H <gestellt; und das Böse lieben und thun ist Manders gesinnet seyn, und anders wollen alsGOtt, und ihm widerstreben. 2) Folget, zMdaß GOttes Wille auch nur einer, und nicht Mzweierlei und zwar gegen einander stehend sey. ^ ,Nun kann man ja nicht läugnen, daß uns MGOtt in der heiligen Schrift diesen seinen ^
einigen >