Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
453
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nach der Gottseligkeit. 45z

jtz abgebracht, und zum bloßen Glauben und^ reiner Liebe zu GOrt allein möge gefüh-^ ret werden. Es hat solches unrer anderentU eine erleuchtete Person, welche diese Läute-^ rungswege sonderlich scharf beschrieben hat,tz, und mir eben in Gedanken kommt, schöntz ausgeführt. -Wir dürfen aber, um desengen Raums willen, nur dieses Wenige^ aus ihrem Tractätlein (Ruin der Eigenliebe)^ anführen:GOtt lüßet stäts in der Seelej«(sagt sie) den Habitum, oder das inner-M, «liche Wesen der Tugend; wie nicht weniger«auch derselben äußerliche Uebung und Wir-W,kungen. Nichts kann der Seele diese zwei^Dinge nehmen, als ihre Nachläßigkeit, undA «eine falsche Freiheit, die sich insgemein beidiesem Stande mit einschleichet, wenn diez« «Seele nicht wohl darauf Acht gibt." Wo-^ mit übereinstimmet, was die berühmte underleuchtete Frau, Guion (die vor kaum 10 Iah-,,, ren gestorben) in ihrer Lebensbeschreibung vonM sich selbst erzählet, wie sie in den allerhöchstenich Läüterungsprsben, (welche ungemein scharf',1 und sehr langwierig bei ihr gewesen) und dasie auch gemepnet, all ihr Thun sey Sünde,^ dennoch eine solche Furcht und Abscheu vorder Sünde behalten habe, daß sie aus allen^ Kräften zu GOtt geschrieen:Verdamme«mich, und laß mich nur nicht sündigen!"Und ein andermal:HErr, die Holle, und^ «nicht die Sünde!" Woraus man sicher,wie solche heilige Seelen so weit von der-4 Ff z gleichen