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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
446
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446 Zeugniß der Wahrheit

sep. i2. 4) Sie findet einen aufrich-tigen Willen, und ein Verlangen, so zu le- ^ben, und zu leben, wie das Gesetz erfodert;eine Lust an GOttes Gesetz nach dem in- ^wenoigen Menschen 22. Sie will undbestrebet sich mit allem Ernst, das Gutezu thun, und das Böse zu laßen. 21.

5) Sie fühlet aber ihr eigenes Unvermö- E.gen, um solches auszuführen. Gutes wollenfindet sie zwar, aber das Vollbringen fehlet Eihr. 18. dergestalt, daß sie mehrentheilsdas Gute, das sie will, nicht thut, sondern ,das Böse, das sie doch im Grunde gar ^nicht will, fühlet und ausübet. 6) Dabei ^aber ist sie gar nicht ruhig, und kann es auch umnicht seyn, sondern dieß macht sie klagen undseufzen: Ich elender Mensch, wer wird Etmich erlösen von dem Leibe dieses Todes. Et!24. Bis endlich die Seele, nachdem sie un-ter dem Zuchtmeister des Gesetzes recht müh- Mseiig und beladen geworden, in lebendigem ÄleGlauben zu Christo kommt, und in ihm GErquickung, Gerechtigkeit und Heiligung fin-det. Will man nun wissen, ob einer indiesem Stande sey, so mäßen diese Eigen-schäften, nicht nur eine oder zwei, sondernalle mit einander zugleich wirklich in ihm tzj,gefunden werden. Daß nun aber diejenigen,welche GOttes Führung zur Verteidigung ^ihres freien Lebens, anführen, nicht diese ^Führung unter dem Gesetz damit mepnen-werden sie selber gerne gestehen. Ja, es ist ^