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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
445
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nach der Gottseligkeit. 445

Zl. Es ist dieses ein gar scheinbarer Ein-wurf, nnd wichtiger Punct; wird derbalbennöthig seyn, denselben etwas näher und um-ständlicher zu untersuchen, und das Wahre,so darin ist, von dem Falschen zu unter-scheiden. Es ist wahr, daß es Seeien-zustände und Führungen gibt, worinnen et-was dergleichen ist, und erfahren wird, so-wohl in dem Zustand unter dem Gesetz, alsauch in den folgenden Läuterungsstäiiden.

zr. Derjenige Seelenzustand den mangemeiniglich den gesetzlichen zu nennen pflegt,wird durchgehends geglaubet, daß er vonPaulo im 7ten Kapitel an die Römer be-schrieben werde. In diesem Stande (wieauch droben schon ist angeführet worden,)wird i) das Gesetz GOttes auf eine scharfeWeise im Gewissen des Menschen offenbar,das da sagt: Dieses Böse mußt du laßen,sonst wirst du verdammt; und jenes Gutemußt du thun, so wirst du selig werden.Und dergestalt wird 2) in diesem Stande dieSünde erkannt; denn ich hätte nichts vonder Begierde gewußt, wenn das Gesetz nichttagte: Du sollst nicht begehren. Röm. 7.Da dann die Seele mit Schmerzen fühlenund gestehen muß, daß sie fleischlich, undunter die Sünde verkauft sey. 14. Z) DieSeele gibt dem Zeugniß ihres GewissensBeifall, und bekennet, daß das Gesetz hei-lig, und das Gebot heilig, gerecht und gut

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