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Zeugniß der Wahrheit
den und schwachen Anfängen bei all ihremThun und Vornehmen nicht genugsam stillund aufmerksam auf ihr Herz und Meynungist. Und darum muß man, wann man sol-che Unlauterkeiten bei sich und anderen gewahrwird, deßwegen nicht eben stracks alles ver-werfen, und Heuchelei nennen, sondern nurtrachren, künftighin aufrichtiger zu Werk zugehen.
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21. Zur wahren evangelischen Auftich- imtigkeit wird also nicht erfodert, daß wir,wann wir etwas Gutes thun und zeigen, IMkeine Regungen des Bösen, oder Wider- Eisirebungen in uns fühlen mäßen; sondern, Hiwie gesagt, darin, daß wir alles, was wir ^äußerlich thun, mit dem einzigen Zweck ver-Wrichten, um dadurch nicht Menschen, son- Wer!dem GOtt zu gefallen; und, weil man von «Herzen inwendig so zu seyn verlanget, wie Im»man sich etwa äußerlich zeigen möchte. Z. E.
Ich bin von Natur geneigt zur Kleider- -Pracht, zum Scherzreden, u. s. w.; der- Ohalben muß ich alle Leichtfertigkeit in Klei- Nmdem und Worten durchaus meiden, ja mich d«anfangs, und so lang diese böse Neigung im cbi,Grunde noch sehr stark ist, mit Gewalt dazu Hzwingen, daß solche Verderbniß nicht aus- Kinbreche; keineswegs, um dadurch mir selbst, Hoder anderen weis zu machen, daß ich nunschon ein demüthiger und ernsthafter Mensch i>Dfey, denn solches wäre Selbstbetrug und !,>i,