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sehen sich so zu verhalten trachte, wie manglaubt, daß es GOtt von uns haben wolle,und mit der einigen Absicht, um ihm darinzu gefallen; so weit wir es nämlich, nachdem riefsten Zeugniß unser« Herzens undGewissens, erkennen und unterscheidenkönnen. Mehr fodert Gott nicht von uns;und so wandten wir, wie die Schrift sagt,in der Wahrheit; weil einer, der so stehet,seinen Grund und Herz in kindlicher Freimü-tigkeit vor GOttes Licht und Angesicht offenlegen darf; nicht, als wenn er schon völliggeheiliget wäre; sondern weil er völlig auf-i D richtig ist.
Ms 20. Nun ist es freilich nicht zu läugnen,M daß bei Frommen, sonderlich im ersten An-sang, auch in Ansehung dieser so nothwen-M digen Aufrichtigkeit und Einfalt, oft ziem-Ml« liehe Mängel mit unterlaufen, mit allerhand^ subtileren oder gröberen Verstellungen undgemachtem Wesen, sonderlich vor den Leu-ten: wobei sich wahrlich eine jede gutmep-nende Seele in der Stille, und vor GOtt,wohl zu untersuchen^ und sich davor zu hü-ten hat; damit man sich nicht selbst denFrieden, die Freiheit und Freimüthigkeit desGeistes, sammt dem Fortgang in der Hei-ligung dadurch benehme, oder daran hin-dere. Dennoch ist dabei auch dieses wohsju merken, daß solche und dergleichen Dinge! einer Seele für die Zeit nicht so offenbarlichI bekannt sind; weil sie etwa beim ersten Trei-Ee 2 ben
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