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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
429
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nach der Gottseligkeit. 429

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Röm. 7 . und 8. sehr tröstlich be-

12. Man merke aber auch diese letzte Ord-nung wohl. Erst wird man durch Christumfrei gemacht vom Gesetz der Sünde ; Vasist, Christus wird so lebendig und kräftig inder Seele, daß alle Lust und Liebe der Sün-de aus dem Herzen ausgerottet, und sie znallem Guten willig und tüchtig gemacht, unddergestalt die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfor-dert, in ihr erfüllet wird. Röm. 8, 4. Dawird sie dann auch befreiet vom Gesetz desTodes; das ist, ihr Gewissen darf sie nunnicht mehr dringen, zwingen, ängstigen undverdammen, sondern sie hat Friede mitGOtt, durch unfern HErrn JEsum Chri-stum, dem sie in kindlichem Geiste dienet undgehorsam ist; und gehet die Seele sodannüber, von dem Gesetz der Sünden und desTodes, zu dem Gesetz des lebendigmachendenGeistes IEsu; welches zwar den geistlich-gesinnten Grund frei, freudig, und ausge-breitet in GOtt leben läßet, doch aber derverderbten Lust und Eigenheit nicht die ge-ringste Freiheit zuläßt, auch nimmer zulaßenwird.

iz. Aus diesem Wenigen ist folglich znschließen und zu sehen, wie man nicht zurrechten Freiheit des Geistes gelangen könne,als bis man esst die Knechtschaft der Sün-de