428 Zeugniß der Wahrheit
beschrieben, Job. 8 . 31. und zr. da er E
^spricht: Venn ihr bleiben werdet in mei- ffE„er Rede, so seyd ihr meine rechte jün-ger , und werdet die Wahrheit erkennen, ^und die Wahrheit wird euch frei machen.Sehet hier die unumgänglich nöthige Ord-mmg und Beschaffenheit der rechten Frei,heit. Von Natur leben wir alle ohne Ge-setz, nach unserem eigenen natürlichen Trieb !"ürund Willen. Bei wahrer Buße und Be- alM"kehrung kommen wir unter das Gesetz; Mdas ist, GOrtes Gesetz, wie es in der ichiSchrift äußerlich beschrieben stehet, wird im mdsGewissen offenbar und wirksam; denn es TAheißet: dieses Böse mußt du laßen, und Ojenes Gute mußt du thun; wobei dann auch vMLeben und Tod vorgehalten wird. Ist es Mnun der Seele ein Ernst, daß sie nach ih- hm,rem Gewissen (oder nach dem Gesetz) un- Msträflich zu leben trachtet; so wird ihr nach Ukr,und nach ihre Knechtschaft unter der Sünde, TAund ihre Ohnmacht ostenbar, und sehnet Wsich von Herzen nach der Erlösung von Onsolcher Sclaverei. Laust sie dann diesem i«elZuchtmeisier nicht aus der Schule, und keh- Wret sich dabei in wahrem Glauben, den GOtt ^ Gwirken muß, innig zu Christo; so befreiet »tz.er sie zu seiner Zeit , die man langmüthigerwarten muß, durch das Gesetz seines leben- ndigmachenden Geistes vom Gesetz der Sün- Pjde und des Todes; wie Paulus diesenProceß, den er an seiner eigenen Person »>§§,
ersah-